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Sekundarschule
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Hilf mir, selbst zu denken
„Hilf mir, selbst zu denken“, lautet das Leitmotiv der Montessori-Sekundarschule. Es löst den bisher in der Grundschule geltenden Leitgedanken „Hilf mir, es selbst zu tun“ ab. Der Schwerpunkt der Sekundarschule liegt darin, den SchülerInnen die Fähigkeit zu einem selbstbestimmten und eigenmotivierten und damit nachhaltigeren Wissensaufbau zu vermitteln.

Bildungsgänge der Montessori-Sekundarschule

Die Montessori-Sekundarschule ermöglicht den SchülerInnen in individueller Bestimmung des Bildungsweges die Bildungsgänge Gymnasium, Real- oder Hauptschule zu verfolgen.


Bildungsziele der Montessori-Sekundarschule

Die Bildungsgänge der Montessori-Sekundarschule erfüllen den allgemeinen Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule. Ihre Unterrichtsorganisation ermöglicht den SchülerInnen eine Schwerpunktbildung entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihren Interessen. Die Bildungsziele der Montessori- Sekundarschule sind:
  • Erwerb desjenigen Fachwissens, welches für die staatlichen Abschlussprüfungen benötigt wird
  • Erwerb von Fähigkeiten, die die SchülerInnen auf ein Studium oder  eine Ausbildung vorbereiten
  • Erwerb von Basiskompetenzen und Wertehaltungen
  • Entfaltung der Gesamtpersönlichkeit durch intellektuelles, praktisches und kreatives Arbeiten
  • Schaffung von Verantwortung in der eigenen Arbeit (Selbstdisziplin), für den Selbstaufbau, für die Einhaltung gesetzter Grenzen und auf emotionaler Ebene
  • unabhängige, selbstständige und kritisch denkende Weltbürger
  • Entwicklung von Achtung, Toleranz, Gerechtigkeitsempfinden und Solidarität
  • Erwerb wesentlicher Kenntnisse in Naturwissenschaften, Kultur, Technik, Geschichte und Gesellschaft und deren Zusammenhänge eingebettet in einem differenzierten und verantwortlichen Gebrauch der Sprache
  • Entwicklung eines ökonomischen Verständnisses und damit verbunden erste Schritte zu eigenständiger ökonomischer Tätigkeit als Vorbereitung für das Leben als Erwachsener
Gymnasialer Bildungsgang

Für einen erfolgreichen Unterricht im gymnasialen Bildungsgang arbeitet unsere Schule zusätzlich der Beachtung des Lehrplans darauf hin, dass die SchülerInnen angeleitet werden, differenziert wahrzunehmen, zu abstrahieren, das Wahrgenommene mit den in dem betreffenden Fach und anderen Fächern erworbenen Kenntnissen zu verknüpfen und dabei Begründungen für Entscheidungen, Werthaltungen und überlegtes Weiterarbeiten zu gewinnen. Dabei ist darauf zu achten, dass die SchülerInnen durch Unterrichtsinhalte und –methoden die Studierfähigkeit erlangen.

Struktur

Die Montessori-Sekundarschule Wetterau wurde am 12.06.2006 staatlich genehmigt. Diese Genehmigung umfasst derzeit die Jahrgangsstufen 5 – 10. Ziel ist jedoch, auch die gymnasiale Oberstufe anzubieten.

Die Sekundarschule ist eine private integrierte Gesamtschule, die schulformübergreifend ist und so den SchülerInnen ermöglicht, individuell eine Schwerpunktbildung entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit und ihrer Interessen im gemeinsamen Unterricht zu bilden. Eine Differenzierung erfolgt nach Anspruchshöhe, Begabung und Neigung. Die Klassen sind altersgemischt.
Die Schule bedient sich zur Vermittlung des Lernstoffs des projekt- und praxisorientierten Arbeitens anstatt des Frontalunterrichts. Ein Schwerpunkt liegt in der Vertiefung englischer Sprachkenntnisse und –fähigkeiten. Als zweite Fremdsprache werden Spanisch, Französisch oder Latein angeboten.


Neben den Grundsätzen der Montessori-Pädagogik bilden die hessischen Lehrpläne für Gymnasium, Realschule und Hauptschule sowie der IGS die Grundlage der Lerninhalte. Besondere inhaltliche Schwerpunkte liegen
  • im Kompetenzerwerb (eigenverantwortliches, selbständiges Lernen)
  • dem Leben und Lernen in der Gemeinschaft (Sozialkompetenz) sowie
  • dem lebensnahen Lernen (z.B. Planung und Durchführung von außerschulischen Exkursionen)
Fächerverbindender und fächerübergreifender Unterricht ist ein wichtiges Unterrichtsprinzip. Die SchülerInnen sollen komplexe Zusammenhänge erkennen und ein ganzheitliches Wissen erwerben.

Das besondere Kennzeichen der Montessori-Sekundarschule ist die vorbereitete Umgebung, die sich dem Alter und der Entwicklung der SchülerInnen anpasst. Sie ist Voraussetzung für ein
eigenständiges und selbstverantwortliches Lernen.
 
Die Einführung neuen Unterrichtsstoffs erfolgt in Darbietungen der Lehrkräfte, den sogenannten Schlüssellektionen. Hierbei werden die SchülerInnen in die nötigen Fachbegriffe und Konzepte eingeführt. Die Darbietungen erfolgen entweder individuell oder in Kleingruppen von bis zu 5 SchülerInnen. Somit ist eine intensive Interaktion zwischen Lehrern und SchülerInnen gewährleistet, die mit Phasen eigenständiger Arbeit abwechselt. Die eigenständige Arbeit ist wesentliche Grundlage dafür, dass aus persönlichem Erfahren und Lernen Wissen wird, welches lebenslang abrufbar bleibt.
 
Die Sekundarschule ist als Ganztagsschule angelegt, die verlässliche Öffnungszeiten von 7.30 – 15.15 Uhr bzw. 7.30 – 16.00 Uhr anbietet und mit einer Doppelbesetzung der Pädagogen während der Montessori-Arbeit pro Klasse für einen kontinuierlichen Tagesablauf ohne Unterrichtsausfall sorgt.

Die Eltern erhalten die Möglichkeit im Rahmen von Elternberatungsgesprächen (ca. alle 6 Wochen) den Entwicklungsstand ihrer Kinder zu verfolgen.


Unterrichtsinhalte

Der Vermittlung der Lerninhalte liegt stets ein fachübergreifendes und fächerverbindendes Lernen zugrunde, welches durch die Ausgestaltung von projektorientiertem Unterricht gewährleistet wird. Auf diese Weise fördern wir außer dem Erwerb von fachlichem Wissen die Einsicht in komplexere Zusammenhänge, was den SchülerInnen ein ganzheitliches Wissen ermöglichen soll. Neben den Lerninhalten stellt sich unsere Schule besondere Erziehungs- und Bildungsaufgaben, wie sie auch in den Aufgabengebieten des Hessischen Schulgesetzes ausgewiesen werden.
Die grundlegenden Lerninhalte der Sprachen wie Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein werden in gebundenen Kleingruppen (Seminaren) vermittelt, die Fächer Sport und Religion im Klassenverband.


Grundlage für die Vermittlung der Unterrichtsinhalte ist die vorbereitete Umgebung. Unter einer vorbereiteten Umgebung versteht man ein den Bedürfnissen der jeweiligen Entwicklungsstufe der SchülerInnen angepasstes, optimales Lernumfeld, für das die Lehrkraft verantwortlich ist.

Die vorbereitete Umgebung ist Voraussetzung für ein eigenständiges und selbstverantwortliches Lernen. Zunächst ist der Klassenraum durch offene Regale geprägt, in denen sich Montessori-Materialien befinden. Diese Materialien werden mit zunehmendem Alter der SchülerInnen durch Zusatzmaterialien ergänzt, wobei die zu bearbeitenden Aufgaben umfangreicher und komplexer werden. Dies heißt, jede Entwicklungsstufe hat ihre eigenen Bedürfnisse, auf die Montessori mit einem entsprechenden Konzept eingeht.

 
Für alle Jahrgangsstufen werden die Klassenräume mittels der vorbereiteten Umgebung positiv gestaltet, was neben der Freude am Lernen zu einem konzentrierten und selbständigen Arbeiten führt.
 
Das Lernen und Arbeiten unserer SchülerInnen geschieht auf folgenden Stufen:
  • Einführung in das Arbeiten mit dem Material durch die Pädagogen,
  • selbstständiges arbeiten mit dem Material,
  • selbständiges arbeiten ohne Material,
  • Fehlerkontrolle durch die SchülerInnen und / oder die Pädagogen,
  • Rückmeldung über die Kompetenzentwicklung durch Beratungsgespräche zwischen SchülerInnen und Pädagogen,
  • Rückmeldung über die Kompetenzentwicklung durch Beratungsgespräche zwischen SchülerInnen, Eltern und Pädagogen.
Die Unterrichtsinhalte werden sowohl während der Montessori-Arbeit, die auch die projektorientierte Arbeit umfasst, als auch im fachgebundenen Unterricht vermittelt.

Die Montessori-Arbeit ist dadurch gekennzeichnet, dass die SchülerInnen durch die Wahl angebotener Themen eigene Schwerpunkte setzen und dadurch ihre Stärken ausbauen und vertiefen können. Daneben lernen die SchülerInnen selbständig zu arbeiten, ihre Zeit frei einzuteilen, Partner-, Gruppen- oder Einzelarbeit zu wählen.
 
Die Montessori-Arbeit unterstützt insbesondere sehr begabte SchülerInnen, welche hier die Möglichkeit erhalten ihrer besonderen Begabung entsprechend in einzelnen Fächern intensivere Studien zu betreiben und in ihrem Tempo zu lernen.
 
Ziel der 
projektorientierten Arbeit während der Montessori-Arbeit ist die Annäherung zu konkreten, auch außerschulischen Themen, die auf das selbständige Arbeiten in der Oberstufe sowie im Berufsleben vorbereiten. Hierbei werden in kleinen Gruppen von 3 – 6 SchülerInnen besondere Themen aus ausgewählten Fachbereichen intensiv bearbeitet.
 
Der fachgebundene Unterricht unterstützt die Einführung neuer Lerninhalte in sehr konzentrierter Form, die die SchülerInnen in der Montessori-Arbeit anwenden und ausbauen können. Er bietet die Möglichkeit zu vertiefenden, gemeinsamen Übungen, wie z.B. Sprachprojekte. Dabei wird der Unterricht durch den Fachlehrer bzw. Klassenlehrer erteilt. Die Schülergruppe setzt sich aus ca. 5 - 10 SchülerInnen zusammen und arbeitet in einem festgelegten Zeitrahmen (30 – 90 min) an gemeinsamen Lerninhalten. Daneben wird in bestimmten Situationen der fachgebundene Unterricht auch im gesamten Klassenverband eingesetzt.



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